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Geübte Hilflosigkeit...

...oder die Geschichte wie das Quälen von Tieren zu einem Blogeintrag führte.

Es gibt eine Fehlannahme. Die Fehlannahme, dass ein Mensch in einer Situation die ihm nicht gefällt alles tut um zu entkommen.
Was jedoch wirklich passiert ist: garnichts.
Wenn man das Gefühl hat nicht Herr der Lage zu sein und selbst zu bestimmen, lernt man alles hinzunehmen und mit der Situation zu leben.


1965 hat ein Mensch (ich weigere mich hier 'Erfinder' oder 'Wissenschaftler' zu schreiben) mit Namen Martin Seligman das Verhalten von Hunden auf Elektroschocks untersucht.

Sein Bestreben bestand darin die Versuche von Pavlov weiter zu führen. Nur das er beim Klingeln mit einer Glocke keine Sabberflüsse anregen wollte, sondern zuerst klingelte und danach Elektroschocks verteilte.

Um die Hunde still zu halten wurden sie gefesselt.

Nach einigen Versuchen und damit Ihrer Konditionierung wurden die Hunde in ein Gehege gesteckt, das aus einem mittelhohen Zaun bestand.

Wenn nun die Glocke erschallte, legten sich die Hunde hin und kauerten sich zusammen. Selbst wenn danach wieder Elektroschocks ausgesendet wurden, saßen die Hunde still und ertrugen die Pein. Hunde, denen das selbe angetan wurde, die aber vorher nicht gefesselt waren, sprangen über den Zaun und versuchten zu entkommen. Wodurch die Elektroschocks aufhörten.

Wir sind teilweise wie diese Hunde...
wir erfahren in unseren Leben niederschmetternde Wahrheiten, verlieren die Kontrolle und lernen, dass es Zwänge gibt, über die wir uns nicht hinwegsetzen können...
Und wenn uns ein Ausweg gezeigt wird, haben wir schon einen so nihilistischen Grundton, dass wir nicht reagieren und Sinnlosigkeit als Leitbild annehmen, anstatt Optimismus zu wahren.

Studien über klinisch eingewiesene depressive Individuen zeigen, dass sie aufhören zu kämpfen und einfach nicht weiter versuchen etwas zu ändern. Die durchschnittliche Person sucht nach einer höheren Macht oder ähnlichem, die sie verantwortlich machen kann... Der Professor ist ein Arsch, man hat nicht geschlafen oder man kann nicht schwimmen, weil die Badehose scheiße ist. Depressive Menschen machen sich selbst verantwortlich und halten sich für dumm und unfähig.

Geht Ihr wählen?
Wenn nicht, bestimmt weil ihr glaubt, dass es eh egal ist. Dinge ändern sich nicht, Politiker sind böse und egal wie man wählt, es zählt nicht bei den vielen Millionen Stimmen?
Das ist antrainierte Hilflosigkeit.

Jede langanhaltende Phase, die gesäumt ist von negativen Einflüssen, wie z.B. Einsamkeit oder Verzicht auf Dinge, konditioniert uns in die Richtung, dass das Leben einfach so ist und wir keinen Einfluss darauf haben. Wir lassen Chancen verstreichen ohne zu reagieren.
Wenn wir bei kleinen Aufgaben erfolgreich sind, haben wir weniger Angst vor großen Aufgaben, als wenn wir bei kleinen schon scheitern. Dann ist gleich alles "schwerer"... Es liegt meist an unserer Geisteshaltung...

Jeden Tag fühlt man sich, als ob es so viel unkontrollierbaren gibt.
Die Arbeit, die Regierung, eigene Eigenheiten und Charakterzüge, das eigene
Geld und vielleicht sogar die eigene Körperform oder Ausstrahlung.

Bei mir ist das der Grund, warum ich so viele kleine Dinge ändere.
Eigener Bildschirmhintergrund, Schwarze Wände zuhause, umgebaute Motorräder, lange Haare und 3D Programmierung.

Kleine Entscheidungen... das sind die Dinge, die helfen zu merken, dass man niemals hilflos ist. Manchmal scheitert man, aber das ist auch in Ordnung. Genau das hilft meist aus dem Alltag raus zu kommen und in die Zufälle zu fallen, die einem das geben, was man dem Leben abgewinnen will.

Außer dem Tod ist nichts unveränderbar.

Eigentlich sollte hier der Teil folgen an dem man darauf hingewiesen wird, dass wir nicht so viel Schlauer sind als Hunde und Ratten, aber schon so viel schlauer, dass wir über unser Schicksal entscheiden müssten... ich hab hätte jetzt aber nur Lust diese Mistsau, die solche Experimente macht an den Füßen aufzuhängen und als Boxsack zu benutzen...

Das war mein Wort zum Dienstag in einer Zeit der Zwänge und Verpflichtungen...
Vieleicht halt ich mich ja mal an mein eigenes Gelaber...
2.8.11 09:58
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rudik (7.8.11 18:35)
Dienstag?? Schon wieder 5 Tage verschlafen...


Iriya (25.8.11 20:03)
Puh, lange her, dass ich hier war.
Ich lasse trotz dem einen Gruß hier,
füge hinzu, dass ich zustimme, was Menschen und Tiere angeht.

...und winke zukünftig über die Grenze.

*winkt*

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